Wohnen in Lichtenberg
Der Bezirk vereint scheinbar Gegensätzliches: Altes und Neues, Historisches und Modernes, Hochhäuser und ländliche Idylle. Die Vielfalt des Bezirkes, die auch seinen besonderen Charme ausmacht, spiegelt sich wider im Nebeneinander von Altbauvierteln, ausgedehnten Plattenbau-Großsiedlungen, von Villenkolonien und Stadtranddörfern. Der Bezirk bietet eine Vielfalt an Möglichkeiten sowohl großstädtischen als auch ländlichen Wohnens: Von der an das Land Brandenburg grenzenden landschaftlich reizvollen Barnimer Feldmark im Norden bis zu den Innenstadtvierteln am Ostkreuz und nach Karlshorst im Süden.
Im Wohnumfeld werden Kinder in Kita, Hort, Schule und Freizeiteinrichtungen liebevoll und fachkundig betreut. Historisch gewachsene und in den letzten Jahren neu belebte Geschäftsstraßen sowie neu entstandene „Shopping-Center“ bieten hervorragende Einkaufsmöglichkeiten. Kultur- und Freizeiteinrichtungen halten für unterschiedlichste Interessen Angebote bereit. Auch für die gesundheitliche und soziale Betreuung ist gesorgt. Der Wohnungsbestand in Lichtenberg hält im Hinblick auf Lage, Größe, Qualität und Mietkonditionen für jeden Geschmack und Geldbeutel, für jedes Alter etwas bereit.
Neben wertvollen Zeugnissen einer international bedeutsamen Baugeschichte hält Lichtenberg einen Wohnungsbestand – unter anderem in der viel zitierten „Platte“ - bereit, der von den Eigentümern: Wohnungsbaugesellschaften, -genossenschaften und privaten Investoren sowohl äußerlich als auch im Inneren zum größten Teil bereits von Grund auf saniert und auf modernsten Standard gebracht wurde.
Neu- Hohenschönhausen
In den ehemaligen Dörfern Malchow, Wartenberg und Falkenberg entstanden attraktive Eigenheimsiedlungen mit Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern. Eigenheimsiedlung „Kirschgarten“, „Gutshof Wartenberg“, „Falkenwiese“ und „Hinter der Lehmkate“ sind nur einige der Namen, die für entspanntes Wohnen mit Ausflugsgebiet direkt vor der Haustür stehen. Hier gibt es Wander- und Radwege, Rastplätze und Bänke zum Verweilen. Von den Siedlungen ist der urbane Teil Hohenschönhausens mit entwickelter Infrastruktur und günstigen Einkaufsmöglichkeiten gut zu erreichen. Das ab 1984 in Plattenbauweise errichtete Neubaugebiet mit rund 33.000 Wohnungen entstand auf den ehemaligen Rieselfeldern am Berliner Stadtrand. Heute sind 90 Prozent der Gebäude innen und außen aufwendig saniert und präsentieren sich mit farbenfrohen Fassaden, verglasten Balkonen und modernen Hauseingängen. Die Wohnanlagen sind abwechslungsreich und mit viel Grün gestaltete und für Kinder mit originellen Spielplätzen versehen.
Akzente setzen die komplett sanierten Wohn-Hochhäuser am Falkenbogen und in der Zingster Straße mit ihrem markanten und unverwechselbaren Äußeren. Ein gepflegtes Umfeld und die im Erdgeschoß integrierten Geschäfte, Gaststätten, Cafés und Dienstleistungsunternehmen komplettieren das städtebauliche Ensemble.
In Neu-Hohenschönhausen leben viele junge Familien. Neue Schulen sind entstanden, Spiel- und Sportplätze erneuert worden. Es besteht ein ausgedehntes Netz von Jugendfreizeiteinrichtungen, Bibliothek, Galerien und Studios für Freizeitgestaltung. Im Mittelpunkt dieser Großsiedlung befinden sich das Linden-Center und das Multiplex-Kino CinemaxX.
Alt-Hohenschönhausen
Die Konrad-Wolf-Straße führt mitten durch den Ende des 19. Jahrhunderts entstandenen Kern des alten Hohenschön-
hausen. Sie entwickelte sich in dieser Zeit als Verbindung zwischen dem Dorf Hohenschönhausen und dem sich erweiternden Berlin. Besonders die reizvolle Park- und Seenlandschaft mit dem Ober- und Orankesee nordwestlich der Konrad-Wolf-Straße gab vielfach Anlass, attraktive Stadthäuser, Villen, Ein- und Mehrfamilienhäuser zu erbauen. Heute hat die Wohngegend ihr Antlitz aufpoliert und mit neuen Stadtvillen ergänzt. Sie ist wieder eine beliebte Adresse. In der Konrad-Wolf-Straße finden sich neben vielen liebevoll rekonstruierten Altbauten auch sehr freundlich gestaltete Lückenbebauungen aus neuerer Zeit. „Flusspferdhof-Siedlung“ heißt eine Wohn-Perle zwischen Große-Leege-Straße, Simon-Bolivar- und Goeckestraße. In den dreißiger Jahren wurden die Kleinwohnungen mit Wohnzeilen und grünen Gartenhöfen errichten. Komplett saniert präsentiert sich die Siedlung heute als eine der schönsten und beliebtesten Wohnsiedlungen Alt-Hohenschönhausens. Zierde des denkmalgeschützten Ensembles ist das Laubenganghaus. Namen gebend für das Karree ist die Plastik „Pferde im Fluss“: Im großzügig angelegten Innenhof baden die steinernen Tiere in einem Wasserbecken.
Wohngebiet Fennpfuhl
Am 1. Dezember 1972 wurde der Grundstein für die Bebauung der ehemaligen Kleingartenkolonie zwischen Landsberger Allee, Weißenseer Weg und Karl-Lade-Straße gelegt. Das Fennpfuhl-Quartier war die erste komplex errichtete Plattenbausiedlung und städtebauliches Versuchsfeld für weitere Großsiedlungen. Zentrum war von Anfang an der Anton-Saefkow-Platz. Heute präsentiert sich die „Platte“ im neuen Gewand, die Wohnungen sind komplett saniert und sehr begehrt. Das Quartier mit der modernen Bibliothek, den großzügigen Sportanlagen und dem Fennpfuhlpark erhielt in den letzten Jahren Zuwachs: den Storkower Bogen mit Geschäften, Restaurants und Büros, das architektonisch verspielte „Castello" mit ungewöhnlichen Wohngrundrissen, das City-Point-Center, die Möllendorff-Passagen. Zum Wohngebiet Fennpfuhl gehört auch die 1912 erbaute Roeder-Siedlung in der Karl-Lade-Straße. In den acht Vorder- und drei Gartenhäusern mit Wohnungen und Gewerbeeinheiten ist modernes Leben eingezogen.
Kaskelkiez
Das Viertel mit damals rund 60 Mietshäusern zwischen heutiger Nöldnerstraße und Kuhgraben entstand nach 1872 in Verantwortung des Baumeisters Türrschmidt. Mit seinen Gebäuden, errichtet auf der Basis der damals modernsten englischen Experimental-Technologie, schrieb er Baugeschichte. Sechs der so genannten „Gussbetonwohnhäuser“ aus einem Gemisch von Zement, Sand und Schlacken sind bis heute erhalten. Mittlerweile sind im Kiez zahlreiche Altbauten aus der Gründerzeit saniert. Der Kaskelkiez – nach der britischen Queen Victoria (1837-1901) auch Victoriastadt genannt – ist von Gleisen und Bahndämmen eingeschlossen und nur unter fünf Brücken hindurch erreichbar. Aufgrund seiner einmaligen bauhistorischen Geschlossenheit erklärte der Bezirk den Kiez zum Sanierungsgebiet.
Wohngebiet Frankfurter Allee Süd
Der Häuserbestand des gut 30jährigen Wohngebiets Frankfurter Allee Süd, in dem rund 11. 000 Menschen leben, wurde von den zuständigen Wohnungsbauunternehmen komplett saniert. Unter den Hochhausriesen Lichtenbergs ist das Doppelhochhaus Coppistraße 10/12 etwas Besonderes. Die in den ehemaligen Müllabwurfanlagen verlegten Datenleitungen ermöglichen Internet-Anschluss in jedem Zimmer, den direkten „Draht“ zum Concierge-Dienst, elektronische Wohnungs-Überwachung bei Abwesenheit sowie ein Notruf- und Einbruchschutz-System für jede Wohnung.
Wohnstandort Friedrichsfelde
In den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts entwickelte sich der Kiez um Archenhold-, Delbrück-, Lincoln-, Rummelsburger-, Bietzkestraße und Marie-Curie-Allee in Alt-Friedrichsfelde zum Experimentierfeld des "Neuen Bauens". Namhafte Architekten haben hier ihre steinerne Handschrift hinterlassen. Charakteristisch sind klare Gliederungen gekoppelt mit strengem Funktionalismus. Wohnen sollte zweckmäßig, gesund und bezahlbar sein. Parkähnliche Innenhöfe zeugen von Lebensqualität. Die meisten Bauten sind aufwändig saniert. Seit 1977 steht das Wohnensemble unter Denkmalschutz, ein beliebter Wallfahrtsort für Architekturfans. Die Splanemann-Siedlung in Friedrichsfelde ist Deutschlands erste Plattenbausiedlung in industrieller Fertigbauweise. Die in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts verfolgte Vision vom sozialen Wohnungsbau sollte mit industrieller Vorfertigung preiswert verwirklicht werden. Nach der Komplettsanierung bietet das denkmalgeschützte Ensemble in den zweigeschossigen Häuserzeilen heute modernen Wohnkomfort.
Die Straßen tragen Namen von Seen und Flüssen: Balaton, Baikal, Schwarzmeer, Moldau... Das Sewanviertel wurde vor 40 Jahren als Hans-Loch-Viertel gebaut. Sein Alter sieht man ihm nicht an, denn die meisten Plattenbauten sind topp saniert. Die Fassaden strahlen, das Innenleben ist komfortabel. Das Sewanviertel hat den beliebten Tierpark vor der Haustür und eine intakte Infrastruktur mit günstigen Einkaufsmöglichkeiten, Schwimmhalle, Schulen und Kitas.
Rummelsburger Bucht
Die Wasserstadt GmbH (seit Januar 2008 in Liquidation) hat im Zeitraum von 1994 bis 2007 an der Rummelsburger Bucht attraktive Wohnquartiere entwickelt. Auf Lichtenberger Seeseite entstand an der Hauptstraße ein Wohnviertel in Backstein-
architektur. Hinter den denkmalgeschützten historischen Knabenwaisenhäusern wachsen Stadtvillen und Reihenhäuser vom Typ „Berlin Terrace“. Sie sind individuell gestaltbar, haben Gärten, Dachterrassen und Garagen. Mehrere Ensembles individueller Gebäude mit verschiedenen Fassaden sorgen künftig für Abwechslung. Die fertig gestellten Grachten-Reihenhäuser bestechen mit tiefrotem Klinker, Spitzdächern und Giebeln zur Straßenseite. Sie bieten eine ungewöhnliche Eigentumsform: eine Bauherren-Gemeinschaft plant gemeinsam die Details ihrer Bauten. Über ein Dutzend dieser Häuser sind bereits bezogen, weitere Grachtenhäuser entstehen, darunter ein Ensemble von Atelierhäusern.
Karlshorst
City-Nähe, gute Verkehrsanbindung, grünes Umfeld und Charme eines idyllischen Wohnstandorts, der einst auch als „Dahlem des Ostens“ bezeichnet wurde, sind für den Wohnstandort Karlshorst charakteristisch. Karlshorst bietet hervorragende Wohnlagen mit Villencharakter in einem durch historische Gebäude und viel Grün geprägten Umfeld.
Idyllisch mutet die Waldsiedlung in Karlshorst noch heute an.
Zwischen Wallgraben, Hegemeisterweg und Fuchsbau entstand das Wohnensemble um 1920. Zweigeschossige Ein- bis Vierfamilienhäuser sowie Hausgärten und Stallungen für Kleintierhaltung prägten das Bild. Die Reihenhaussiedlung steht seit 1990 unter Denkmalschutz. Viele „Urmieter“ haben „ihre“ Häuser gekauft und vorsichtig modernes Innenleben etabliert.
Zwischen Treskowallee und Blockdammweg zieht sich eine beliebte Karlshorster Familien-Wohngegend hin – das Prinzenviertel. 1895 war die Geburtsstunde der ersten eingeschossigen Landhäuser, später erfolgte eine Bebauung mit Villen und Landhäusern für Bewohner mit großbürgerlichen Einkommen. Straßennamen, einst nach Prinzen benannt, wichen 1951 Seebezeichnungen, weshalb sich auch der Name „Seenviertel“ einbürgerte.
